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Raus aus dem Methoden-Dschungel: 9 Grundsätze für mehr Wirksamkeit in Unternehmen

Machen Sie schon Six Sigma? Oder immer noch? Sind ihre Projekte PRINCE 2009 oder schon Agile Prince2? Die Welt der Unternehmensverbesserung, sei es in Prozessen oder Projekten, der Organisation oder Kultur, ist voller Methoden.

Aber wissen Sie, am Ende komme ich immer wieder auf meine Basis zurück, die 9 Handlungsgrundsätze. Die sind unabhängig von Methoden und bedürfen weder Training noch Zertifizierung.

Handlungsgrundsatz 1: Wir sorgen für Grundkonsens

Möglichst übereinstimmende Wahrnehmung zum gleichen Sachverhalt durch unterschiedliche Menschen herstellen und dafür sorgen, dass aus dieser Wahrnehmung ein gemeinsames Verständnis dafür entsteht, warum wir das tun, was wir gerade tun wollen (Sinn) und an was wir erkennen, dass wir erfolgreich waren (Gewünschte Wirkung).

Handlungsgrundsatz 2: Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das, was sein soll und das, was ermöglicht

Wir konzentrieren uns auf das, was wir erreichen wollen und auf das, was uns hilft. Es geht darum die Fragen zu beantworten, was die beste Lösung und was notwendig ist, damit wir unser „Ziel“ erreichen. Und nicht: Geht nicht, weil … .

Handlungsgrundsatz 3: Wir kommen ins Tun, fangen (endlich) an

Die Betonung liegt auf dem Anfangen. Das heißt nach Herstellung des „Grundkonsens“ direkt mit dem zu starten, was es zu tun gilt, anstatt endlos darüber zu „schwatzen“. Und das Anfangen sorgt für erste Erfolgserlebnisse, die uns motivieren, noch mehr ins Tun zu kommen. Am Ende entsteht auf diese Weise ein Flow.

Handlungsgrundsatz 4: Wir identifizieren und nutzen die Talente in unserer Organisation

Talent ist die Antwort auf die Frage, für was jemand ein besonderes Händchen hat – unabhängig von

formeller Qualifikation – und daher eine Kollegin oder ein Kollege erste Wahl ist. Denn: Jeder schafft nachweislich da den größten Wert, wo er Dinge tut, die er im Idealfall auch noch gerne tut. Zusätzlich lassen sich Talente deutlich besser entwickeln als vorhandene Defizite zu kompensieren.

Handlungsgrundsatz 5: Wir beziehen das relevante System ein

Das relevante System besteht jeweils aus denen, die mit den Folgen dessen, was es zu tun gilt, umgehen müssen (operativ, administrativ, leitend). Das heißt, die einbeziehen, die wirklich davon betroffen sind, so dass möglichst alle wichtigen Aspekte berücksichtigt werden und damit die Akzeptanz bei allen Betroffenen erreicht wird.

Handlungsgrundsatz 6: Wir nutzen die (konstruktive) Energie in Störungen und Fehlern; innerhalb unserer Organisation

Störungen und Fehler beinhalten Energie, die es zu Nutzen gilt. Das heißt, wir schauen uns Dinge an, die uns fehlerhaft erscheinen, lernen daraus oder entwickeln etwas Neues.

Handlungsgrundsatz 7: Wir generieren Sog und Attraktion

Wir sorgen dafür, dass sich die „richtigen“ Menschen von einer Aufgabe angezogen fühlen und wir keinen „verdonnern“ müssen.  Das bedeutet auch, dass alle nur so lange eingebunden bleiben, wie sie einen Beitrag leisten können – und das auch so empfinden.

Handlungsgrundsatz 8: Wir identifizieren und multiplizieren unsere Erfolgskonzepte

Wir schauen in regelmäßigen Abständen auf das zurück, was wir gemacht haben (ein Meeting, einen Prozess, die Zusammenarbeit im Team, …) und stellen uns die Frage, was war daran besonders gut oder nützlich und was würden wir so wieder tun? Diese Dinge geben wir an andere weiter.

Handlungsgrundsatz 9: Wir nutzen die Intelligenz und Erfahrung von Hirnen außerhalb des relevanten Systems

Menschen einbeziehen, die (formell) keine Ahnung vom Thema haben. „Outsider“, die gerade deshalb mit überraschenden Ideen kommen können, Extreme beleuchten, Dogmen und ungeschriebene Gesetze in Frage stellen.